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Moot Court-Seminar


Zivilrechtliches Prozesstraining und Grazer Vorrunde

Die Stoßrichtung des Grazer Moot Court-Seminars, das im WS 2006/07 ins Leben gerufen wurde, ist, wie sich schon aus dem Namen der Lehrveranstaltung (im WS 2017/18: Tscherner/Fritzer/Anzenberger, „Zivilrechtliches Prozesstraining – Seminar zum Moot Court aus Zivilrecht 2018“ (LV 210.041) ergibt, eine zweifache:

Das Seminar – Achtung: Das Moot Court-Seminar wird stets nur im Wintersemester angeboten! – soll sich nämlich gerade nicht darauf beschränken, einen bloßen Rahmen für die Grazer Vorrunde des Zivilrechts-Moot Courts abzugeben und lediglich der Ermittlung des Grazer Teams für das Bundesfinale zu dienen.

Vorrangiger Zweck des Seminars ist es vielmehr zunächst, allen TeilnehmerInnen ein zivilrechtliches Prozesstraining zu ermöglichen, ihnen Gelegenheit zu geben, das vorhandene Theoriewissen im materiellen Zivilrecht und im Zivilverfahrensrecht sinnvoll zu verknüpfen und realitätsnah zur Anwendung zu bringen.

Aus diesem Grund ist der Ablauf des Seminars in drei Abschnitte gegliedert, die jeweils einer Instanz eines Zivilprozesses gewidmet sind. Die TeilnehmerInnen des Seminars durchlaufen so alle drei Instanzen eines Zivilprozesses und haben sich in jedem Abschnitt schriftlich wie auch mündlich zu bewähren. Durch Theorieblöcke, Übung und qualifiziertes Feedback sammeln sie Wissen, Erfahrung und Routine. Derart vorbereitet gehen die TeilnehmerInnen in den letzten Abschnitt des Seminars, welcher der dritten Instanz gewidmet ist – erst in diesen ist die Grazer Vorausscheidung zum bundesweiten Zivilrechts-Moot Court eingebettet.

Über die geschilderten Chancen hinaus, die sich nicht nur aus der fächerübergreifenden Perspektive und der Möglichkeit des „Übens mit Fangnetz“ ergeben, sind die mannigfachen Praxisbezüge hervorzuheben, die das Moot Court-Seminar bietet, etwa durch renommierte Grazer Anwaltskanzleien als Teambetreuer, hochqualifizierte Gastvortragende oder den Besuch „echter“ Gerichtsverhandlungen. Die Schulung der rhetorischen Fähigkeiten und des fallbezogenen Arbeitens nützt freilich nicht nur künftigen AnwältInnen, sie ist für jeden Juristenberuf wertvoll.

Kurz: Wer über ausgezeichnete Kenntnisse des Zivilrechts und des Zivilprozessrechts verfügt, sich neben der fachlichen auch der rhetorischen Herausforderung dieses Kombinationsfaches zu stellen bereit ist und schließlich, das soll nicht verschwiegen werden, überdurch­schnittliches Engagement nicht scheut, wird von diesem Seminar vielfältig profi­tieren!

Zwei abschließende Hinweise noch: Das Moot Court-Seminar ist – auf vielfachen Wunsch der Studierenden hin – seit dem WS 2016/17 ein vierstündiges Seminar im Ausmaß von 10 ECTS! Seit dem WS 2017/18 konnte mit Frau Mag. Ingrid Tscherner, Richterin am Landesgericht für ZRS Graz
(Allgemeine Zivilsachen), ein wirklich hochkarätiges neues Mitglied für das Moot Court-Betreuerteam gewonnen werden (zum Betreuerteam siehe hier)!

Assoz. Prof. Mag.iur. Mag.rer.nat. Mag.rer.soc.oec. Dr.iur.

Philipp Anzenberger

Institut für Zivilverfahrensrecht und Insolvenzrecht

Telefon:+43 316 380 - 3349
Fax:+43 (0)316 380 - 9440


Montag 09:00 - 10:00 und nach Vereinbarung

Andrea Höfler-Ritter

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon:+43 316 380 - 1093


Dienstag bis Freitag

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